28.09.2017 - Jahrgangsstufentest 6. Klassen!

Schulberatung und Schulleistungsdiagnostik

Die Schulberatung berät Sie

  • bei Fragen der Schullaufbahn
  • bei der Wahl von Kursen und Fächern
  • über mögliche Schulabschlüsse
  • zur Lern- und Motivationsförderung
  • bei Verhaltensauffälligkeiten
  • bei Fragen der beruflichen Orientierung

Beratungslehrer

Auch im aktuellen Schuljahr war ein großer Teil meiner Beratungstätigkeit dem Bereich Lern- und Leistungsdefizite zuzuordnen. Neben der Feststellung der individuellen Intelligenzleistung ist dabei auch das gezielte Aufspüren von Schwächen und Wissenslücken in den einzelnen Hauptfächern sehr wichtig, um gezielte Hilfen und bedarfsgerechte Fördermaßnahmen einleiten zu können. Dazu habe ich während des Schuljahres ein aktualisiertes Testverfahren „Informelle Schulleistungsdiagnostik III“ neu eingeführt, um in den Bereichen Rechtschreibung, Lesen, Sprache untersuchen und Rechnen über jahrgangsbezogene Aufgabenstellungen ( Klassen 1  –  6 und darüber) mögliche Bedingungsfaktoren der Lernprobleme herauszufinden. Vor allem in der Grundschule konnten Schüler mit Lese- und Rechtschreibschwächen bzw. –störungen in kleineren Gruppen gefördert werden.

Ziel einer jeden Schulberatung muss auch immer sein, für jeden Schüler die Schule zu finden, die ihn bestmöglichst fördert und an der er Erfolge erzielen kann. Zu diesem Zweck wurden im Januar auf dem Informationsabend der Grund- und Mittelschule Höchstädt wieder zusammen mit der VS Schwenningen vielfältige aktuelle Bildungswege von Vertretern aller in Frage kommenden Schularten vorgestellt. Neben den Übertrittsmöglichkeiten nach der Grundschule oder nach der 5. Klasse Mittelschule in die Realschule bzw. das Gymnasium wurden den rund 150 erschienenen Eltern auch die Alternativen der M-Klassen und der Privaten Wirtschaftsschule in den danach folgenden Jahrgangsstufen der Mittelschule erläutert.
Wolfgang Martin
Beratungslehrkraft der Grund- und Mittelschule Höchstädt

Tipps zum besseren Lernen

Häufig passiert es, dass Schüler auf Proben lange und ausdauernd lernen, das Resultat danach aber eher enttäuschend ausfällt. Hierbei können Angstblockaden die Ursache sein. Viel häufiger liegt der Grund jedoch darin, dass der Lernstoff nur das Kurzzeitgedächtnis erreicht und dort lediglich zwischengespeichert wird. Am nächsten Tag sind viele Einzelheiten wieder verloren gegangen.
Damit das Gelernte sicher im Langzeitgedächtnis erhalten bleibt und in Proben abgerufen werden kann, müssen einige Grundsätze beachtet werden:

Nur was ich verstanden habe, kann ich mir merken!
(Inhalte unter Verwendung von Fachausdrücken mit eigenen Worten selbst erklären.)

Aufbau von Eselsbrücken
(Diese können einen Zusammenhang zu unserem Alltag / zu bereits Gelerntem herstellen.)
Mit Hilfe von Bildern einprägen!
(Diese bleiben nachhaltiger im Gedächtnis haften.)
Vergessen ist normal, deshalb dauerhaft durch Wiederholung lernen!
(Täglich 10 Minuten Vokabeln lernen bringt größeren Erfolg als direkt vor der Probe über Stunden! Anlegen einer Lernkartei / Vokabelbox)
Organisation der Hausaufgaben
Gestaltung des Arbeitsplatzes/ zeitlicher Ablauf/ Selbstkontrolle
Besser lesen lernen
Steigern des Lesetempos und der Sinnentnahme, da ein großer Teil des Lernstoffes erlesen werden muss.
Üben auf unterschiedliche Weise
Abwechslung steigert die Motivation: selbst Proben erstellen, mit dem Partner üben, Einsatz von Kassettenrekordern, Karteikarten, Memory, Einmaleinsrallye, Computerprogramme…
Saubere Arbeitsweise
Übersichtliche Darstellung, Markieren wichtiger Textstellen, stichpunktartige Zusammenfassungen, mental maps (Zusammenhänge darstellen)
Aufregung und Anspannung abbauen
Nur wer ohne Angst lernt, kann konzentriert und erfolgreich arbeiten! Entspannungsphasen durch Musik oder körperliche Bewegung
Stärkung des Selbstbewusstseins
Bewusstmachen eigener Stärken (nicht nur auf die Schule beschränken, auch Hobbys u. Freizeit…)
Abbau von Selbstzweifeln
Wer sich etwas zutraut, kann auch Erfolge haben!

Abschließend noch der Hinweis, dass auch Schüler nach einem anstrengenden Schuljahr eine schöpferische Pause benötigen, um im nächsten Jahr zur Hochform auflaufen zu können. 

Literatur: "Handbuch der Schulberatung", Werner H. Honal (Hrsg.), mvg-Verlag

 

Zuviel Stress - Was nun?
Nun ist das Schuljahr fast geschafft und jeder freut sich auf seine verdienten Ferien. Die großen Anstrengungen der letzten Wochen sitzen aber Schülern wie Lehrern mächtig in den Knochen.
Dabei war häufig das Wort „Stress“ zu hören. Während der eine nur in bestimmten Stresssituationen zu wahren Höchstleistungen aufläuft, wird der andere blockiert und ver­liert jegliche Schaffenskraft.
Was erzeugt nun diesen Stress und wie kann man damit umgehen?
Stress entsteht durch sogenannte Stressoren, auf die jeder Mensch in sehr unterschiedlicher Art reagiert, indem er für sich selbst unbewusst die Entscheidung trifft, ob etwas in ihm Stress auslöst.
 

Stressoren lassen sich in drei Gruppen einordnen:


1.  Stressoren aufgrund mangelhafter äußerer Organisation
Ich muss zu viele Aufgaben gleichzeitig erledigen!
Tipp: Der „unüberwindliche Berg“ kann sichtbar abgebaut wer­den, indem ich jede zu bewältigende Aufgabe auf einem Zettel notiere und an eine Pinnwand hefte. Erledigtes wird anschlie­ßend entfernt oder durchgestrichen.
Ich habe schlecht geplant!
Tipp: Aufgaben rhythmisieren, d.h. schriftliche und mündliche Arbeiten abwechseln!
Ich stehe unter Zeitdruck!
Tipp: Das Zeitgefühl kann mit Hilfe einer Uhr trainiert werden. Zeit schätzen lassen, messen und vergleichen!
Aber auch vorausschauendes Arbeiten üben! Mit der Vorberei­tung auf eine Probe/Abfrage bereits nach der Ankündigung beginnen und täglich den Stoff in kleineren Lerneinheiten üben!
Um mich herum ist viel Lärm!
Tipp: Je ruhiger das Arbeitsklima ist, desto besser kann ich mich konzentrieren. Stark konkurrierende Geräusche wie „Sprache auf CD oder im Radio“ sind besonders störend. Leise, ruhige Hinter­grundmusik dagegen kann förderlich sein.

2.  Stressoren aufgrund belastender Beziehungen
Ich fühle mich in der Gruppe unwohl!
Tipp: Ein Kind, das in der Klassengemeinschaft voll integriert ist, lernt auch besser. Aber Beziehungen entstehen immer durch wechselseitiges Engagement, d.h. ein Kind, das den Kontakt sucht, wird ihn auch bekommen! Wer andere lobt, wird auch gelobt werden.
An mich werden hohe Erwartungen gestellt. Ich werde stark kontrolliert!
Tipp: Das wichtigste Gut in der Familie sind Liebe und Ver­trauen. Daran sollten keine Bedingungen geknüpft werden. Eltern wollen häufig ihre Kinder davor bewahren, dieselben Fehler zu machen. Aber Erfahrungen machen bedeutet auch, gute und schlechte Erfahrungen zu machen. Eine zu hohe Erwartungs­haltung kann zu mangelnder Risikobereitschaft oder sogar zu Leistungsangst führen.

3.  Stressoren aufgrund bestimmter Persönlichkeitsmerkmale und persönlicher Verfassung
Ich bin müde. Ich habe Hunger oder Durst.
Tipp: Der Mensch funktioniert nach einer regelrechten Bedürf­nishierarchie. Erst wenn die „niederen“ Bedürfnisse nach Essen, Trinken, Schlaf etc. gestillt sind, strebt man z.B. nach Wissens­zuwachs. So sollten Hausaufgaben nicht noch schnell vor dem Mittagessen erledigt werden.
Ich habe eigentlich wichtigere Probleme zu lösen!
Tipp: „Ein Kopf voller Probleme“ empfindet zusätzliche Anforde­rungen als Stress. „Wie kann ich es schaffen, bei der Schwimm­meisterschaft zu gewinnen?“ oder „Wie bringe ich meinen Eltern bei, dass ich in der Probe versagt habe?“ sind Probleme, die den Lernprozess erschweren oder blockieren können. Entscheidend ist, dass das Kind durch sogenannte „STOPPS“ für einen be­stimmten Zeitraum davon frei machen kann. „Ich höre jetzt auf, an die Schwimmmeisterschaft zu denken und beschäftige mich mit der Textaufgabe!“

Dies soll nur eine Auswahl von Möglichkeiten sein, wie der einzelne vielleicht im neuen Schuljahr besser mit Stress umgehen kann. Auf Anspannung folgt nun aber die Entspannung in den Ferien, die jeder benötigt, um mit neuen Kräften den weiteren Anforderungen gewachsen zu sein.
In diesem Sinne schöne und stressfreie Ferien!

Wolfgang Martin (Beratungslehrer der VS Höchstädt)

Überblick über die Möglichkeiten der Beratung
 
Name Sprechzeiten/-tage Uhrzeiten erreichbar unter
Brenner Georg
Schulleiter
nach Vereinb.   Tel. 09074 771
Briegel Maximilian
stellv. Schulleiter
nach Vereinb.   Tel. 09074 771
Winter Christian
stellv. Schulleiter
nach Vereinb.   Tel. 09074 771
Klassenlehrkräfte s. Sprechzeiten    
Martin W.
Beratungslehrer
Dienstag 09:30 - 10:15 Tel. 09074 771
Wagner B.
Beratungsrektor
Schulpsychologe
Montag 08:45 - 09:30 Tel. 09072 5560
Mayr G., StD
Staatliche Schulbera-
tungsstelle f. Schwab.
    Tel. 0821 50916-0
Hallstr. 9
86150 Augsburg
Günter Hofstetter
Dipl.Psychologe
Erziehungsberatungsstelle
Dillingen
nach tel.Vereinb.   Tel. 09071 8066

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