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Ein ungewöhnlicher Lernpartner – Schul- und Therapiehund Teddy begeistert im Musikunterricht

Am Lehrstuhl Musikpädagogik der Universität Augsburg fand ein besonders Format statt, das ganz praktisch gezeigt hat, wie elementares Musizieren im Klassenverband funktionieren kann.

Im Kurs „Ausgewähltes Thema: Elementares Musizieren im Klassenverband“ trafen Studierende auf eine erste Klasse der Grund- und Mittelschule Höchstädt. Mit dabei waren die beiden erfahrenen Lehrkräfte Monika Kraus-Brummer und Monika Gritsch, der Sozialpädagoge Daniel Gleich, sowie der Protagonist Schul- und Therapiehund Teddy.

Die zentrale Frage für die Studierenden lautete, wie ein Schulhund sinnvoll in den Musikunterricht integriert werden kann.

Besonders spannend: Teddy musste erst an die neuen Klänge der Instrumente gewöhnt werden. Und doch dauerte es nicht lange, bis er sichtlich Gefallen an den Geräuschen bzw. Tönen und den neuen Aufgaben fand. Die Ruhe und Aufmerksamkeit des Tieres machten sich auch bei den Kindern bemerkbar, die für und mit Teddy noch viel konzentrierter und achtsamer bei der Sache waren.

Im Klassenzimmer wurde das musikalische Lernen spielerisch angegangen. Mit Glücksrad, Würfel und Plüschkarotten im sogenannten „Acker“ lernten die Kinder Instrumentennamen, übten Rhythmen und fanden auf kindgerechte Weise Zugang zu musikalischen Inhalten. Dabei ging es nicht ums Auswendiglernen, sondern ums Mitmachen, Zuhören und gemeinsam ins Tun kommen. Alle Ideen und Möglichkeiten Teddy in den Musikunterricht zu integrieren wurden von den beiden Lehrkräften erarbeitet, sodass mit der Zeit ein kleiner Musiklehrplan mit Schul- und Therapiehund entstand und weiterentwickelt wird.

Nach dem ersten Unterrichtsblock mit Teddy übernahmen nach einer kurzen Pause die Studierenden des Folgekurses „Kreatives Gestalten: Rhythmik und Bewegung“ und starteten eine Bewegungseinheit rund um das Thema Tiere mit den Kindern. Die Musik sollte nicht nur gehört, sondern auch körperlich erlebt werden. Der Übergang vom beobachtenden Lernen zur körperlichen Gestaltung erwies sich als ideale Kombination. Teddy bekam während dessen seine wohlverdiente Pause.

An so einem Tag geht es nicht nur um Wissen, sondern auch um Wertschätzung und deshalb gab es als Abschiedsgeschenke Schlüsselbänder der Universität Augsburg sowie Motivations- und Dankeskarten, die die Studierenden persönlich für die Kinder geschrieben hatten. Ein herzlicher Dank gilt den beiden Lehrkräften Frau Gritsch und Frau Kraus-Brummer, die mit so viel Engagement bei diesem Projekt mitgewirkt haben.

Insgesamt war die Veranstaltung für die Kursleitung Maria Wegner außergewöhnlich. Nicht nur wegen Schul- und Therapiehund Teddy, sondern auch aufgrund der beiden Lehrkräfte, die nicht müde werden ihren Beruf immer wieder neu zu denken. Das gab den Studierenden wertvolle Impulse und einen Ausblick auf ihr künftiges eigenes Schaffen. Musikunterricht kann kreativ, offen und gleichzeitig klar strukturiert sein und mit den richtigen Ideen wirkt Schul- und Therapiehund als aktiver und wertvoller Lehr- und Lernpartner im Musikunterricht.